Von Schwanzflossen und Winterstürmen

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Da braut sich etwas zusammen…

Silvester verschlafen wir zwischen den Millionärsvillen in San Clemente, CA. Dann geht es endlich über die Grenze. Bei gefühlten Minusgraden wollen sich die ersten Kilometer der Baja California nicht so richtig nach Mexiko anfühlen. Die Grenzregion ist trist. Unser erster Campingplatz hat den Charme eines ostdeutschen Bolzplatzes. Aber dann gehen wir surfen. San Miguel ist der erste von vielen perfekten rechten Pointbreaks, die noch kommen sollen. Und auf einmal taucht eine Robbe neben uns aus dem Wasser. Wenig später schwimmen ein paar Delfine vorbei. Und dann schießt ein Wal eine Fontaine in die Luft und winkt mit der Schwanzflosse. Aah, endlich wieder Mexiko.

Aber die Gegend um Ensenada ist weniger für ihre liebliche Landschaft als ihre lieblosen Banditos bekannt, wir wollen schnell weiter gen Süden. Trotz guter Wellen, Walen und Wifi. Leider ist ein Wintersturm mit massiven Regenfällen angekündigt. Die lokalen Zeitungen warnen vor ausgewaschenen Straßen und Erdrutschen. Die kleinen Tiendas an der Straße packen die  Sandsäcke aus. Und wir erinnern uns daran, wie wir 2013 im Süden von Mexiko eingeregnet wurden und für einige Monate unser Auto verloren. Daraus haben wir gelernt. Wir wollen den Sturm abwarten und erst dann weiterreisen. Als aber zwölf Tage nonstop Regen und Überschwemmungen angesagt sind, vergessen wir unsere guten Vorsätze, schmeißen die Scheibenwischer an und heizen los. Im Süden soll die Sonne scheinen. Vielleicht schaffen wir es noch, bevor die Brücken ausgewaschen sind.


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